Online Petition

Online-Petition abgeschlossen – Europäische Kommission greift Anliegen der Kreativen auf

Über 22.000 Kreativschaffende, darunter mehr als 3.000 aus Deutschland, haben sich an der Online-Petition Make Internet Fair beteiligt. Die Unterzeichner appellieren an die Europäische Kommission, im Zuge der Modernisierung des EU-Urheberrechts eine angemessene Vergütung kreativer Leistungen im Internet sicherzustellen und rechtliche Schlupflöcher für Online-Plattformen zu schließen. Eine Delegation um den französischen Künstler Daniel Buren hat die Petition Anfang September persönlich an den Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Andrus Ansip überreicht.

Juncker: „Die Schöpfung von Inhalten ist kein Hobby, sondern ein Beruf.“

Auch bei EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker fand die Botschaft der Kreativen offenbar Gehör: „Wenn die Welt digital wird, müssen wir auch unsere Künstler und Kulturschaffenden fördern und ihre Werke schützen. Künstler und Kulturschaffende sind unsere Kronjuwelen. Die Schöpfung von Inhalten ist kein Hobby, sondern ein Beruf. Und sie ist Teil unserer europäischen Kultur. Ich möchte, dass Journalisten, Verlage und Urheber eine faire Vergütung für ihre Arbeit erhalten“, so die klare Ansage des Kommissionspräsidenten in seiner Rede zur Lage der Europäischen Union am 14. September vor dem Europäischen Parlament in Straßburg.

Kommissar Oettinger präsentiert Vorschläge zum EU-Urheberrecht

Ebenfalls am 14. September stellte Günther Oettinger die Vorschläge der EU-Kommission zur Modernisierung des Urheberrechts vor: Unsere Kreativwirtschaft wird von diesen Reformen profitieren. Mit ihnen bewältigen wir die Herausforderungen des Digitalzeitalters und bieten den europäischen Verbrauchern eine größere Auswahl an Inhalten“, so der EU-Kommissar für digitale Wirtschaft und Gesellschaft. Die Position der Urheber soll gestärkt werden, damit diese künftig ihre Rechte gegenüber Online-Plattformen besser durchsetzen können. Darüber hinaus soll der Zugang zu kreativen Inhalten im Online-Bereich durch eine vereinfachte Rechteklärung verbessert werden.

Die GEMA hat die Vorschläge der Kommission in einer Pressemitteilung als ersten wichtigen Schritt zu einem fairen Ausgleich zwischen Urhebern und Online-Plattformen begrüßt. Die Vorschläge werden nun im Europäischen Parlament und von den Mitgliedstaaten (Rat der EU) diskutiert.

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