Gezieltes Monitoring

Seit der Veröffentlichung des Richtlinienvorschlags zum Urheberrecht durch die Europäische Kommission wurde viel über Artikel 13 gesagt. Einiges davon basiert jedoch auf Panikmache und falschen Textauslegungen.

 

Artikel 13 sieht eine Pflicht zur Kooperation mit Rechteinhabern vor

Wenn Online-Dienste “große Mengen” an von Nutzern hochgeladenen Werken speichern oder zugänglich machen, unterliegen sie nach Artikel 13 einer Verpflichtung zur Zusammenarbeit mit den Rechteinhabern.

 

 

Der Abschluss von Lizenzvereinbarungen bleibt die von Verwertungsgesellschaften bevorzugte Option

Verwertungsgesellschaften sind grundsätzlich daran interessiert, Werke zugänglich zu machen – sofern die Rechteinhaber dafür eine angemessene Vergütung erhalten. Da Verwertungsgesellschaften ca. 30 Mio. Werke vertreten, sind Sperrungen weder eine realistische noch eine wünschenswerte Alternative.

 

 

Gezieltes Monitoring auf der Basis der von Rechteinhabern zur Verfügung gestellten Informationen

Artikel 13 des Richtlinienvorschlags erfordert lediglich einen Abgleich (Matching) der von den Rechteinhabern gelieferten Daten mit den auf die Plattform hochgeladenen Daten. Dies ermöglicht eine zielgerichtete Erkennung von Inhalten und schließt willkürliche Sperrungen aus.