Welttag des geistigen Eigentums am 26. April 2018

Zum Welttag des geistigen Eigentums am 26. April erklärt Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA:

„Kreative Inhalte haben einen Doppelcharakter: Sie sind Kulturgut und zugleich ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Im Internet wird mit den Leistungen von Künstlern und Kreativen sehr viel Geld verdient. Doch leider kommt davon oftmals gar nichts oder nur viel zu wenig bei den Musikschaffenden an. Die Politik darf es nicht länger zulassen, dass Online-Plattformen mit urheberrechtlich geschützten Inhalten Milliarden verdienen, während die eigentlichen Urheber dieser Leistung leer oder deutlich unter Wert ausgehen.“

Zu der bevorstehenden Reform des Urheberrechts für den digitalen Binnenmarkt, über die das Europäische Parlament noch in diesem Jahr entscheiden wird, sagt Dr. Heker:

„Wir brauchen auf EU-Ebene dringend verbindliche Regelungen, die den bewährten Ausgleich von Grundrechtspositionen der analogen Welt auf den Online-Bereich übertragen. Online-Plattformen müssen der Verantwortung gerecht werden, die sich aus ihrer besonderen Stellung ergibt. Derzeit werden auf EU-Ebene unter den Stichworten ‚Value Gap‘ bzw. ‚Transfer of Value‘ konkrete Lösungsansätze diskutiert, wie die Position von Kreativschaffenden gegenüber den Plattformbetreibern gestärkt werden kann. Wir hoffen, dass das Europäische Parlament und der Rat diese Chance nutzen und in den kommenden Wochen die auf dem Tisch liegenden Vorschläge unterstützen werden.“

Zum Hintergrund

Am 26. April findet der Welttag des geistigen Eigentums zum 18. Mal statt. Mit diesem Thementag betonen die UNESCO und die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) die Bedeutung des Urheberrechts für Künstler und Kreativschaffende in aller Welt. Auch die GEMA setzt sich für ihre 70.000 Mitglieder, dazu zählen Komponisten, Textdichter und Verleger, für den Schutz des geistigen Eigentums ein.

 

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