Deutscher Musikautorenpreis 2019: Die Gewinner

Bei der elften Verleihung des Deutschen Musikautorenpreises ehrte die GEMA in Berlin Komponisten und Textdichter für ihr herausragendes musikalisches Schaffen. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Crada, Elif, Maxim, Namika, Arvo Pärt und Suli Puschban. Wolfgang Rihm wurde für sein Lebenswerk gewürdigt. Mit ihren Live-Auftritten begeisterten Elif und Martin Tingvall die rund 400 Gäste.

Am Donnerstagabend ehrte die GEMA im Berliner Hotel The Ritz-Carlton 17 Komponisten und
Textdichter mit dem Deutschen Musikautorenpreis für ihre großartigen Musikwerke. Sie alle haben
Herausragendes in ihrem Genre geleistet. „Gegenseitige Anerkennung abseits jeder Konkurrenz,
dafür steht der Deutsche Musikautorenpreis. Es geht nicht um Verkaufszahlen oder Klicks.
Es zählt allein die Qualität der Melodien und Texte – und die Leidenschaft, mit der Sie alle Musik
erschaffen“, sagte Dr. Harald Heker, Vorstandsvorsitzender der GEMA, in seiner Eröffnungsrede.

Dr. Ralf Weigand, Aufsichtsratsvorsitzender der GEMA, betonte in seiner Rede: „In für uns Urheber
schwierigen Zeiten, wo wir in maximal zwei Sätzen darlegen müssen, warum die Würdigung
unseres Schaffens nicht das Internet und seine Giga-Profiteure zerstört, dürfen wir heute den
Fokus auf das richten, was wir besser können: unsere Musik! Die von ihren Kolleginnen und Kollegen
ausgezeichneten Künstler zeigen in großartiger Weise, welche unglaubliche Vielfalt und Qualität
durch gekonnte Varianz und feinsinnige Differenziertheit in unserem Musikland täglich neu
entsteht. Meist sind auch dazu mehr als zwei Akkorde erforderlich.“

Mit dem Deutschen Musikautorenpreis 2019 wurden folgende 17 Musikautoren geehrt:

Komposition Audiovisuelle Medien: Ralf Wienrich
Komposition Chormusik: Arvo Pärt
Komposition Ensemble mit Elektronik: Michael Maierhof
Komposition Hip-Hop: Christian Kalla (Crada)
Komposition Jazz/Crossover: Martin Tingvall
Text Kinderlied: Suli Puschban
Text Pop/Rock: Maxim Richarz (Maxim)
Nachwuchspreis: Elif Demirezer (Sparte U) und Mark Barden (Sparte E)
Erfolgreichstes Werk 2018: „Je ne parle pas français“ von Hanan Hamdi (Namika), die Beatgees
(Hannes Büscher, David Vogt, Philip Böllhoff, Sipho Sililo), Simon Müller-Lerch (Sera Finale),
Simon Triebel

Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an den renommierten Komponisten Wolfgang Rihm.
Mit einem Werk von über 500 Kompositionen ist er der meistgespielte deutsche Komponist der
Gegenwart. „Wolfgang Rihm ist das ‚l’enfant terrible de son siècle‘ im besten Sinne des Wortes“,
resümierte die Jury des Deutschen Musikautorenpreises. „Er hat es geschafft, mit seinen Kompositionen
eine eigene Sprache zu finden in einer Welt, die so immens ist, wie die heutige.“

Moderatorin Nina Fiva Sonnenberg führte die rund 400 Gäste aus Kultur, Politik und Medien
durch die Veranstaltung. Überreicht wurden die Preise von prominenten Laudatoren, darunter
Vince Bahrdt, Andreas Bourani, Dr. Winrich Hopp, Stefanie Kloß, Thomas Stolle, Lary und Sabrina
Setlur.

Über den Deutschen Musikautorenpreis
Der Deutsche Musikautorenpreis wurde 2009 von der GEMA ins Leben gerufen, um die Komponisten
und Textdichter der deutschen Musikbranche für ihre herausragenden Leistungen zu würdigen.
Unter dem Motto „Autoren ehren Autoren“ rücken Musikschaffende in den Vordergrund, die
oftmals nicht auf der Bühne stehen, sondern im Schatten von Interpreten. Der Deutsche Musikautorenpreis
steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Monika Grütters MdB, Staatsministerin für
Kultur und Medien. Alle Preisträger und Nominierten werden als Mitglieder in die Akademie
Deutscher Musikautoren (ADMA) aufgenommen.

Weitere Informationen unter www.musikautorenpreis.de und www.adma.de.

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