Music Moves Europe: Neue EU-Initiative zur Förderung von Musikprojekten

Im Rahmen der neuen EU-Initiative Music Moves Europe hat die Europäische Kommission im Mai vier Ausschreibungen veröffentlicht, mit der gezielt Projekte im Musikbereich unterstützt werden. Am 1. Juni findet dazu eine Infoveranstaltung in Berlin statt.

Was ist Music Moves Europe?

Music Moves Europe ist ein neues EU-Programm zur Förderung von Projekten im Musikbereich, das sich derzeit in der Anlaufphase befindet. Perspektivisch könnte Music Moves Europe zu einem eigenständigen EU-Förderprogramm für den Musikbereich ausgebaut werden, wie es sich mit dem MEDIA-Programm im Bereich der Filmförderung bereits bewährt hat.

1,5 Mio Euro zur Förderung von Kreativität, Innovation und Vielfalt im Musikbereich

In den Jahren 2018, 2019 und 2020 stehen zunächst bis zu 1,5 Mio. Euro an Fördermitteln pro Jahr zur Verfügung. Geförderte Projekte sollten einen europäischen Mehrwert haben und im Einklang mit den Hauptzielen des Programms stehen: der Förderung von Kreativität, Innovation und kultureller Vielfalt sowie der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Musikbranche. Im Mai 2018 hat die Kommission vier Aufrufe zur Einreichung von Projektideen zu den folgenden Themenbereichen veröffentlicht.

Weiterbildungsprojekte für junge Musikschaffende

Mit der Ausschreibung Training Scheme for Young Music Professionals werden bis zu zehn innovative Weiterbildungsprojekte für junge Musikschaffende gesucht, bei denen es neben kreativen, sozialen und digitalen Kompetenzen auch um Fähigkeiten in den Bereichen Wirtschaft und Management gehen soll. Der Aufruf richtet sich an Organisationen aus der Musikbranche sowie aus dem Bereich Weiterbildung. Die Projekte sollen grenzüberschreitende Formate wie beispielsweise Mentoring-Programme, Residenzen oder Online-Weiterbildungen umfasssen. Insgesamt stehen 550.000 Euro zur Verfügung, wobei pro gefördertem Projekt maximal 55.000 Euro vergeben werden. Frist ist der 27. August 2018.

Grenzüberschreitende Vertriebsprojekte – online und offline

Im Rahmen der Ausschreibung Music Moves Europe – Online and Offline Distribution werden bis zu zehn Vertriebsprojekte oder Initiativen gesucht, die die grenzüberschreitende Verbreitung europäischer Musikwerke online oder offline fördern. Hierfür stehen insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung, wovon maximal 30.000 Euro pro Projekt vergeben werden. Frist ist der 10. September 2018.

Europäische Musik-Export-Strategie

Der dritte Aufruf mit dem Titel European Music Export Strategy zielt darauf ab, eine zukunftsweisende Strategie für den Export von europäischer Musik zu entwickeln. Für die Ausarbeitung einer entsprechenden Studie stehen 300.000 Euro für zur Verfügung. Frist für Bewerbungen ist der 29. Juni 2018.

Machbarkeitsstudie für eine „Europäische Informationsstelle für Musik“

Der vierte Aufruf dreht sich um die mögliche Einrichtung einer „Europäischen Informationsstelle für Musik“ nach dem Vorbild der bereits seit vielen Jahren erfolgreich arbeitenden Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle (European Audiovisual Observatory) in Straßburg. Für eine entsprechende Machbarkeitsstudie stehen 350.000 Euro zur Verfügung. Frist für Bewerbungen ist der 2. Juli 2018.

Ansprechpartner beim Creative Europe Desk in Deutschland

Informationen zu aktuellen Ausschreibungen sind auf der Webseite der Europäischen Kommission zu finden. Weitere Informationen auf Deutsch gibt es auf den Webseiten der Informationsbüros von Creative Europe in Deutschland, die in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg und München auch vor Ort als Ansprechpartner rund um die Antragsverfahren zur Verfügung stehen.

Informationsveranstaltung am 1. Juni in Berlin

Am Freitag, 1. Juni 2018, findet von 14:30 – 17:30 Uhr eine Informationsveranstaltung zu der neuen Förderinitiative von Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg, Kreativ Kultur Berlin und Musicboard Berlin im silent green Kulturquartier (Gerichtstraße 35, 13347 Berlin) statt.  Mit dabei sind u.a. Barbara Gessler (Creative Europe KULTUR, Europäische Kommission), Gregor Hotz (Musikfonds e.V.) und Katja Lucker (Musicboard Berlin GmbH).

 

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