Corona-Krise: Europaparlament stärkt der Kultur den Rücken

Die Corona-Pandemie bestimmt weiter Takt und Themen, auch auf EU-Ebene. Am 18. September hat das Europäische Parlament mit breiter Mehrheit eine Resolution zur Erholung der Kultur in Europa verabschiedet. Darin unterbreitet das Europäische Parlament zahlreiche konkrete Vorschläge, wie die potenziell verheerenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die europäische  Kultur- und Kreativwirtschaft abgemildert und so gut wie möglich bewältigt werden können.

Next Generation Europe: Kultur angemessen berücksichtigen

Konkret sprechen sich die Europaabgeordneten dafür aus, dass mindestens 2 % der Mittel aus dem 750 Mrd. Euro starken EU-Hilfsprogramm (Next Generation Europe) für die Unterstützung der Kultur- und Kreativwirtschaft vorgesehen wird. Im Vergleich zu den regulären EU-Ausgaben im Bereich Kultur wäre dies eine beachtliche Summe. Über die genaue Ausgestaltung des Programms wird in den kommenden Wochen auf EU-Ebene verhandelt.

EU-Kulturbudget langfristig stärken

Darüber hinaus unterstreicht das Europäische Parlament seine Forderung, die regulären Haushaltsmittel für das Programm Kreatives Europa (de facto das Kulturbudget der EU) von bisher rund 1,4 Mrd. auf 2,8 Mrd. Euro aufzustocken. Die EU-Institutionen verhandeln aktuell über das langfristige Budget für die Finanzperiode 2021-27. Die Mitgliedstaaten wollen bisher allerdings nur rund 1,64 Mrd. für den Kulturbereich einplanen. Daher wird es entscheidend auf die Europaabgeordneten ankommen, ob hier noch Verbesserungen erreicht werden können.

Die europäischen Verwertungsgesellschaften (GESAC) haben die Vorschläge des Europäischen Parlaments als einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur Überwindung der aktuellen Krise begrüßt.

 

Weiterführende Links

Resolution des Europäischen Parlaments zur Erholung der Kultur in Europa

 

Teilen (Verbindung zur Plattform erst bei Klick)

You may also like

Kommentieren

*