Inga Humpe wird mit dem Fred Jay Preis ausgezeichnet

Bei der 30. Verleihung des Fred Jay Preises wird Inga Humpe mit dem renommierten Textdichterpreis für ihre herausragenden deutschsprachigen Liedtexte gewürdigt. Die Textdichterin, Komponistin und Sängerin habe die deutsche Popmusik über viele Jahre maßgeblich geprägt, sagt die Jury. Inga Humpe nimmt den Preis am 15. Mai 2018 persönlich im Rahmen des Mitgliederfestes der GEMA von Preisstifter Michael Jacobson in Berlin entgegen.

30 Jahre ausgezeichnete Textdichtung: Der Fred Jay Preis würdigt Songwriter, die sich um die Schaffung, Förderung und Verbreitung deutscher Texte verdient gemacht haben. Die Jury ist sich einig: „Inga Humpe hat mit ihren Texten die deutsche Musikkultur maßgeblich mitgestaltet. Die Leichtigkeit ihrer Sprache trägt die Melodie. Mit ihren Werken hat sie deutschsprachigen Elektropop etabliert. Es ist ihr gelungen, wie auch dem Namensgeber des Preises – Fred Jay – national und international erfolgreich zu arbeiten.“

Seit über 20 Jahren stehen Inga Humpes Texte für eine unverwechselbare Verbindung von Leich-tigkeit und Melancholie, Energie und Schwerelosigkeit. Mit Songs wie „Wir trafen uns im Garten“, „Ich und Elaine“, „Sexy Girl“, „Bei Dir bin ich schön“, „Zentralmassiv“, „Hotel Sunshine“ oder dem Hit „36 Grad“ bewegt sie sich mühelos zwischen kultureller Relevanz und kommerziellem Erfolg.
„Ich fühle mich sehr geehrt, den Fred Jay Preis zu bekommen“, freut sich Inga Humpe. „Dass sich eine Jury, die selbst aus renommierten deutschen Textdichtern besteht, für mich entschieden hat, macht mich glücklich. Dieser Preis ist so besonders, weil er nicht aufgrund kommerziellen Erfolges, sondern aus inhaltlichen Gründen vergeben wird. Man muss auch nicht fürchten, auf einmal in einer Reihe mit rechtslastigen Bands und Frauenfeinden zu stehen.“

Michael Jacobson, Sohn des 1988 verstorbenen österreichischen Textdichters Fred Jay, begrüßt die Entscheidung der Jury sehr und betont die Bedeutung dieser besonderen Auszeichnung: „Wir feiern das 30. Jubiläum des Fred Jay Preises. Und auch in diesem Jahr wird eine hervorragende Textdichterin ausgezeichnet. Für die Zukunft des Fred Jay Preises wünsche ich mir, dass der Preis ein fester Bestandteil der deutschen Musikkultur bleibt. Dass er eine Brücke zwischen Popularität und Qualität schlägt und Textdichter motiviert, Massentauglichkeit mit Sozialbewusstsein zusammen zu bringen.“

Inga Humpe wurde 1956 in Hagen geboren. Während ihres Studiums zog sie nach Berlin, wo sie Ende der 70er Jahre mit Neonbabies ihre erste Band gründete. Kurze Zeit später wurde sie als Mitglied der Gruppe DÖF mit ihrem Song „Codo“ bekannt. Mit ihrer älteren Schwester Annette veröffentlichte sie zwei Alben unter dem Namen Humpe & Humpe und gründete im Jahr 2000 gemeinsam mit Tommi Eckart 2raumwohnung. Das Duo etablierte eine für damals ganz neue Kombination aus elektronischen und akustischen Sounds. Bis 2017 veröffentlichte Inga Humpe mit 2raumwohnung acht Alben, das aktuellste „Nacht und Tag“ im Juni 2017. Aus Humpes Feder stammen auch Texte und Kompositionen für Popstars wie Kylie Minogue, die Filmmusik diverser Kinofilme (u.a. Mädchen, Mädchen, Das Sams, Der Kuss des Tigers) und zahlreiche Remixe (u.a. für Ennio Morricone, Herbert Grönemeyer, Rosenstolz). Inga Humpe engagiert sich in zahlreichen sozialen Projekten und fungiert als Botschafterin für „Musik Bewegt“.

Fred Jay Preis
Der Fred Jay Preis wurde von Mary Jay-Jacobson in Gedenken an ihren Mann, dem österreichischen Textdichter Fred Jay (1914–1988), ins Leben gerufen. Seit ihrem Tod wird die Tradition der Verleihung des Preises von ihrem Sohn, Michael Jacobson, weitergeführt.
Der mit 15.000 Euro dotierte Preis erinnert an das herausragende Schaffen Fred Jays und wird seit 1989 jährlich unter der Schirmherrschaft der GEMA-Stiftung vergeben.
Die Jury des Fred Jay Preises setzt sich aus zwei Textdichtervertretern im Kulturausschuss der GEMA, Burkhard Brozat und Frank Ramond, sowie drei ehemaligen Preisträgern des Fred Jay Preises, Anna Depenbusch, Claudia Jung und Pe Werner, zusammen. Weitere Informationen finden Sie unter www.gema.de/fjp

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